Simone Gruber – Diagnose Multiple Sklerose. Karriere trotzdem.
Shownotes
Mitten in einer erfolgreichen Karriere erhält Simone Gruber eine Diagnose, die ihr Leben von einem Tag auf den anderen verändert: Multiple Sklerose.
Lange Zeit spricht sie mit kaum jemandem darüber. Sie versucht zu funktionieren, leistungsfähig zu bleiben und ihre Krankheit vor ihrem beruflichen Umfeld zu verbergen. Doch als ihr Gehvermögen immer schlechter wird und der Rollstuhl Teil ihres Alltags wird, steht sie vor einer Entscheidung: weiter verstecken oder sichtbar werden.
In dieser sehr persönlichen Folge erzählt Simone von ihrer Diagnose, ihren Ängsten, dem Druck, ständig stark sein zu müssen, und den Glaubenssätzen, die sie jahrelang begleitet haben. Sie spricht darüber, warum sie ihre Krankheit verschwiegen hat, wie unterschiedlich Unternehmen mit Menschen umgehen und weshalb sie heute bewusst auf Bühnen geht, um anderen Mut zu machen.
Ein Gespräch über Selbstführung, Sichtbarkeit, Inklusion und die Erkenntnis, dass nicht alles so gehen muss wie geplant. Aber vieles trotzdem möglich bleibt.
Zu Gast: Simone Gruber, Pharma-Referentin, Keynote-Speakerin und Mutmacherin für einen offenen Umgang mit Herausforderungen, die das Leben für uns bereithält.
Transkript anzeigen
00:00:06: Und ich würde an dem Tag mal ansprechen, du hast zu.
00:00:09: Ich würde jetzt einmal eine Seniorposition haben weil ich finde einfach, ich mache gute Arbeit.
00:00:15: Ich habe diese Leistung und meine Kunden mögen mich.
00:00:17: Ich hab einen guten Umsatz also warum nicht?
00:00:20: Dann ist dieser eine Satz gekommen.
00:00:22: dann kann ich mir heute erinnern das war so wie ein Schlag in die Magengrube.
00:00:26: Das liebe Simone ich sehe dich in dieser Position noch nicht und da wie gewusst Kann nur so hard Arbeit nehmen, nur so fleißig sein.
00:00:35: Die wird mich nie in dieser Position sehen weil sie immer nur die Simone im Rollstuhl sieht.
00:00:39: Herzlich willkommen zu Let's Get Visible!
00:00:42: Dein Podcast der dich
00:00:43: mit Mut und Inspiration auf deinem Weg in die Sichtbarkeit unterstützt.
00:00:48: Hier
00:00:48: ist deine Gastgeberin.
00:00:49: Caroline Anne Schiebel.
00:00:52: Unsere heutige Sichtbarkeits-Heldin hat viele Jahre erfolgreich im Außendienst gearbeitet und mitten im Berufsleben eine Diagnose erhalten, die ihr Leben von einem Tag auf den anderen verändert hat.
00:01:05: Lange Zeit hat sie versucht ihre Krankheit vor ihrem beruflichen Umfeld zu verbergen.
00:01:10: Heute spricht sie offen darüber macht anderen Menschen Mut und steht mit ihrer Geschichte auf Bühnen.
00:01:16: Sie zeigt, dass Herausforderungen nicht das Ende eines Weges bedeuten müssen sondern oft der Beginn eines neuen Kapitels sind.
00:01:25: Herzlich willkommen Simone Gruber!
00:01:27: Ich freue mich riesig, dass du da bist.
00:01:30: Ja herzlichen Dank für die Einladung liebe Caroline.
00:01:32: Mich freut es auch sehr hier zu sein
00:01:34: und wir werden heute über deinen Karriereweg aber auch und vor allem über deine Sichtbarkeit sprechen.
00:01:39: Wir haben gerade schon vor Gespräch gehabt.
00:01:41: wo's richtig spannend bei dir wird ist
00:01:44: als
00:01:45: du als Pharma-Referentin eingestiegen bist mit circa achtundzwanzig Jahren und wird mir freuen, da ein bisschen was zu hören von dir.
00:01:51: Ja sehr gerne!
00:01:53: Los geht's?
00:01:54: Ja wie du gerade erwähnt hast ich bin so mit achtund zwanzig jahren war also bis in einer Jahr-Sinn-Griese weil ich gesagt habe wie wir eigentlich in den Außendienst wechseln weil ich bin nicht zu dieser klassische Acht bis siebzehn Uhr schreibt die Steter gewesen.
00:02:11: Und damals habe ich mir sehr wohl überlegt, wo man als Frau im Außendienst Chancen und Möglichkeiten hat.
00:02:18: Ich habe mich dazu dann irgendwie gewusst, dass sehr viele Techniker werden im Außendienst gesucht.
00:02:26: Die Ausbildung habe ich auch nicht gehabt und da habe ich mich auch nicht gesehen.
00:02:32: Das zufällig gestoßen.
00:02:35: Ja, Pharma-Referentin und ich war immer sehr medizinisch interessiert.
00:02:39: also das hat mir auch immer recht tagt Und ich habe mich dann erkundigt da musst du eine Prüfung machen die ist gar nicht so einfach, ja?
00:02:46: Die hab' ich dann abgelegt, das ist auf jeden Fall noch nie gelernt in meinem Leben für eine Prüffung.
00:02:51: Ich habe sie dann aber Gott sei Dank geschafft und habe dann auch nur den Medizinprodukteberater dazu gemacht in die Branche gestattet.
00:03:03: Das heißt, du hast aber schon ein bisschen taktisch überlegt wo sind Frauen gut angesiedelt und wo kann man wahrscheinlich auch Geld verdienen oder?
00:03:13: Absolut!
00:03:13: Also das hat man natürlich bekannt.
00:03:15: Farmerbranche zahlt bekanntlich sehr gut.
00:03:18: Und ja wie du eben gerade gesagt hast des Thema Frauen, Frauen im Vertrieb und so also gerade im Außendienst war damals zum damaligen Zeitpunkt gar nicht so einfach.
00:03:32: Und du hast aber trotzdem Interesse gehabt an medizinischen Produkten?
00:03:35: Absolut, das war schon die Passion... Ich habe damals im Medizinproduktevertrieb gestattet, weil ich immer in den OP mitgehen wollte.
00:03:47: Das war für mich sehr spannend dabei sein zu dürfen und das konnte man wirklich sehen.
00:03:53: Es war dann auch recht lustig, weil mein Papa z.B.
00:03:57: dazu hätte er mich gar nicht eingeschätzt, dass ich jetzt wirklich so mir
00:04:02: Operationen
00:04:02: anschauen kann, wo es sehr viel Blut dabei ist natürlich!
00:04:06: Aber
00:04:07: das war für me das absolut Spannendste.
00:04:09: Aha.
00:04:10: Weißt du, warum ich jetzt so gefragt habe?
00:04:11: Weil meine Tochter ist jetzt gerade bei der Matura und da redet man eben drüber was könntest denn beruflich sein?
00:04:17: in welche Richtung geht es?
00:04:18: um das Taktische, was ich gefragt habe.
00:04:20: Ich sage halt
00:04:21: nur
00:04:22: nach dem gehen, was man Lust hat... Was ich vollbefürworte, aber man muss auch wirklich schauen.
00:04:27: Wo geht es in der Zukunft hin und was für Berufe braucht's?
00:04:31: oder wo kann man eine Karriere machen?
00:04:34: Absolut!
00:04:34: Und das ist sehr spannend gerade im Zeitalter von KI und so weiter weil ja doch sehr viele Berufsbilder in den nächsten Jahren sich stark verändern werden.
00:04:45: Ich denke mal grad Pharma-Vertrieb und medizintechnischer Vertrieb – Das wird schon bleiben, weil das Feedback von Ärzten schon, dass sie wirklich da jetzt persönlich vor Ort
00:04:57: hat.
00:04:57: Dieses menschliche ist noch sehr gefragt.
00:05:00: Genau das ist nur ein Wünscht!
00:05:01: Das hat man auch ganz genau nach Covid gesehen.
00:05:04: ja weil wir lange natürlich nicht in die Krankenhäuser hinein durften und sehr viel online abgelaufen ist und als es dann wieder ging waren die Ärzte auch wieder sehr dankbar dafür.
00:05:16: Jetzt mache ich einen kleinen großen Sprung mit dir.
00:05:18: du musst mal sagen ob der zu groß war.
00:05:22: Du hast leider eine Diagnose bekommen.
00:05:25: Was mitten im Berufsleben, was sehr erfolgreich, was unterwegs?
00:05:30: Vielleicht magst du von dieser Diagnosis erzählen und uns auch erzählen, was sich da beruflich für dich verändert hat.
00:05:38: Ja das war sehr spannend!
00:05:40: Ich habe zum damaligen Zeitpunkt kurz vor der Diagnosik in die Pharma-Branche gewechselt.
00:05:45: also ich sage dass es immer... Ob und so, man kann es ja gar nicht glauben.
00:05:50: Weil ich habe damals zum weltgrößten Anbieter von NMS-Therapien gewechselt in einem Unternehmen.
00:05:58: Und ich glaub zwei Monate später hab' ich selbst die Diagnose Multiple Slerose erhalten.
00:06:04: Die kann man erinnern das war im Juni.
00:06:07: also vorher habe ich zehnjähriges Im Juni aus den Sechzehn Als ich die Diagnose bekommen habe und ähm... Ich muss schon sagen Das war damals wirklich so.
00:06:16: ein Ja Wie waren seine in den Boden unter den Füßen wegzieht?
00:06:21: Du hast jahrelang erfolgreich gearbeitet.
00:06:24: Du hast dann nur ein Studium zusätzlich gemacht, der neben einem Job, also dass du weiterkommst und da fahren wir jetzt diese Diagnose doch.
00:06:38: Da beschäftigen die ganz viele Fragen und einer der wichtigsten Fragen war für mich damals Erzähl ich es meinem Arbeitgeber Und damals haben mir die Ärzte, viele meiner Fragen, keine Antworten geben können.
00:06:55: Aber auf diese Frage habe ich relativ rasch eine Antwort erhalten, nämlich bitte sagen sie es nicht ihrem Arbeitgeber!
00:07:01: Wir raten ihnen stricke davon ab weil wir auch aus ärztliche Form machen müssen was es sehr viele Patientinnen und Patienten gibt und die arbeiten ja viel mit eben, die sehen ja die Patientinnen jeden Tag dass es viele gibt, die dann als nicht mehr leistungsfähig gesehen werden.
00:07:19: Aus vollständiger Arbeitskraft gesehen werden, teilweise hat's auch Patienten gegeben, die gekündigt worden sind...
00:07:31: Jetzt muss ich aber ganz blöd arbeitsrechtlich fragen, damit mich da noch nicht mit beschäftigt.
00:07:35: Sobald ich sage, dass ich schwanger bin, Unkündbar, oder?
00:07:39: Das ist
00:07:40: bei der MS nicht so.
00:07:43: Du hast das... Es geht immer nur so.
00:07:45: jetzt habe ich dann auch die Erfahrung gemacht weil mein Gehvermögen mal schlechter geworden ist erst wie ich da in diesem behinderten Ausweis eingesucht habe und diese über fünfzig Prozent behinderten Status gehabt hab, da bekommst du dann wenn du vier Jahre im Unternehmen bist einen gewissen Königungsschutz.
00:08:01: Also das ist immer so ein bisschen eine Fehlannahme, sobald ich so eine Diagnose bekannt gibt
00:08:06: dass wir jetzt
00:08:06: den Königungsschutz
00:08:07: haben, das ist
00:08:08: nicht
00:08:08: so.
00:08:08: Ich muss jetzt ganz kurz noch was sagen.
00:08:10: Nicht dass irgendjemand sagt, du vergleichst eine Diagnose mit Schwangerschaft überhaupt nicht.
00:08:15: Also ich habe diese Parallele gezogen.
00:08:19: wenn etwas im Leben anders ist... Kündigungsschutz hat so.
00:08:22: Genau, genau.
00:08:24: Das ist in diesem Fall nicht so.
00:08:26: und gerade wenn man in einer Anfangsstadion von dieser Krankheit war oder wie ich war also ich war eine sehr erfolgsame Patientin immer recht brav noch mal dachte die Ärzte werden schon wissen was sie sagen und habe das wirklich verschwiegen.
00:08:39: Also das heißt du nach außen hin schaust du, dass du funktionierst und innerlich.
00:08:46: Schaut es ganz anders in einem Aus.
00:08:47: Das war schon wirklich...
00:08:48: Aber irgendwann gibt's ja wahrscheinlich den Zeitpunkt wo man es nicht mehr verschweigen kann?
00:08:53: Du bist heute mit dem Rollstuhl gekommen das heißt es hat sich einiges für dich körperlich getan.
00:08:59: also ich habe dann auch relativ rasch nach der Diagnose mit einer Therapie begonnen und mein Gehvermögen ist aber trotz dessen dass die vom Therapies eigentlich eine sehr potente Therapie war immer schlechter und schlechter geworden.
00:09:13: Das hat unterschiedliche Ursachen gehabt, medizinische weil ich eben relativ spät die Diagnose gekriegt habe und dann als Kassner bin ich eine hochaktive Patientin.
00:09:21: Da gibt es unterschiedlichen Orten bei der MS.
00:09:28: den schwere Grad betrifft.
00:09:31: Und mein Gehvermögen ist immer schlechter geworden und am Anfang versucht man es sehr gut zu verheimlichen, also ich bin dann auch wirklich zu einer perfekten Lügnerin geworden kann ich sagen weil am Anfang ist das Kreuzband der Miniskus vielleicht die Hüfte Und man redet sich daraus.
00:09:50: Man wird da schon immer wieder angesprochen, so wie man halt unter Kollegen spricht hilft was ist mit dir los aus der Wege dann und so, ja weil
00:09:56: das so
00:09:57: am Anfang ein Humpel.
00:09:59: Irgendwann brauche ich dann für längere Gehstrecken dann so Nordic Walking-Stöcke gebraucht... Wie
00:10:04: schnell ist es gegangen?
00:10:06: Das ist relativ rasch gegangen.
00:10:08: Es hat zu zweit... Es hat so zwei bis drei Jahre gedauert, bis ich dann wirklich im Spargel gebracht habe.
00:10:16: Also in den Rollstuhl gebraucht habe.
00:10:20: Sehr rasch!
00:10:20: Genau
00:10:21: das ist relativ rasch gegangen jetzt.
00:10:23: Mittlerweile habe ja eine Therapie die für mich zugeschnitten ist.
00:10:27: also das heißt da... Die hat jetzt die Krankheit auch gestoppt, das ist das Gute aber die hat es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gegeben.
00:10:35: Okay.
00:10:35: Das heisst heutzutage ist das wahrscheinlich Für Menschen, die jetzt eine Diagnose kriegen müssen, denken wir über das sechzehn MS-Therapie.
00:10:47: Das heißt, für alle die Adorbefürchtungen haben ist das ein bisschen aufatmen oder?
00:10:52: Genau.
00:10:53: Also es gibt da für viele... also ich habe so einen prokredienten Verlauf hier gar nicht diese Schübe gehabt.
00:10:59: Ich meine es ist ja eigentlich sehr bekannt für dieses Schüben.
00:11:02: Das habe ich gar nicht so gehabt sondern ich hab so einen Prokrediente Verlauf gehabt.
00:11:06: jetzt mittlerweile gibt's eben auch schon diese Therapie für den prokreditierten Verlauf was zum damaligen Zeitpunkt nicht gegeben
00:11:11: hat.
00:11:12: Prokredient heißt dann
00:11:13: nicht.
00:11:15: Ich kenne nämlich eine Frau mit MS, der siehst du das nicht an?
00:11:19: Genau
00:11:20: und es kommt immer darauf an.
00:11:21: also man sagt je jünger man ist bei der Diagnose, also meistens ist ja so um die zwanzig.
00:11:29: Ja genau, das passt zu ihr.
00:11:32: Je jüngerer dass du bist, desto eigentlich ein besseren Verlauf hast du als wenn du älter bist, ich war damals irgendwie gesagt sechsunddreißig.
00:11:40: Und da heißt es dann schon, ja das ist eher hoch aktiver Verlauf und eben ein progredienter Verlauf.
00:11:45: Also ich habe da wirklich ins Schwarze getroffen kann man
00:11:51: so.
00:11:51: Jetzt sind wir weit weg vom Beruf.
00:11:52: aber das würde mich trotzdem noch interessieren wie hast denn du das zuerst bemerkt oder?
00:11:57: Wie kamst du zur Diagnose?
00:12:00: Wir haben zum damaligen Zeitpunkt ein Haus gebaut, ein größeres Haus also mehr bei deinem Haus.
00:12:09: Jeder, der was schon mal Hausbord hat, weiß, Hausbau ist absoluter Stress.
00:12:13: Das habe ich dann auch neben der Arbeit gewuppt.
00:12:15: also das muss ich auch sagen und wir waren dann schon fast im Fertigstellen und ich kann mich nur erinnern Ich bin dann ein paar Tage mit Freunden nach Italien gefahren einfach einmal verlängertes Wochenende eben Juni da sind sehr viele Feiertage Und die haben mir dann irgendwann gedacht es ist aber jetzt komisch beim Gehen Epsa Schwäche gefilmt Und das hat sie über Stunden zugespitzt.
00:12:41: Das hat man richtig gesehen, weil am Anfang denkt man ja vielleicht ist es eine Bandscheibe, weil wir gerade im Siedeln waren zu überhoben von einem Karton was man geschleppt hat oder so und das ist aber dann von Stunde zu Stunde immer schlechter geworden wenn man diese langen Einkaufsstraße in Tallinn kennt.
00:12:57: auf einmal habe ich kaum noch hundert Meter gehen können ohne dass mich gesetzen haben müssen und dann hab' ich mir gedacht na da hat's was Von Italien vom Strand nach Linz durchgefahren mit einem Auto in die nächste Notfallambulanz.
00:13:15: Das
00:13:15: heißt du hast gar nicht das Wochenende fertig gemacht?
00:13:17: Nein,
00:13:17: ich habe dann gesagt, es geht nicht!
00:13:18: Ich mache mir da jetzt Sorgen und da hat's was.
00:13:20: Also das war jetzt nicht so klassisch.
00:13:23: Wie gesagt, zuerst schippen wir uns nur auf Bandscheibe oder irgendwie so.
00:13:26: aber ihr habt gewusst, da hat sich etwas.
00:13:27: Und ich hab wirklich das große Glück gehabt, dass auch viele nicht haben.
00:13:33: Ich habe einen sehr fegen Neurologen vor Ort gefunden, der Dienstkorb.
00:13:38: Und er hat mir dann einige Tests mit mir gemacht und hat mich unter anderem aufgefeiert.
00:13:42: Stünde sich da bitte mal auf ein Sessel
00:13:44: rauf.".
00:13:45: Und ich hab gesagt das geht nicht.
00:13:46: Dann hat er gesagt,
00:13:47: da rutsch was?
00:13:49: Sie bleiben jetzt hier also wir müssen Tests machen!
00:13:53: Und die war innerhalb von einer Stunde im MRT drinnen.
00:13:57: Das war wirklich... Zack, zack.
00:13:59: Und eigentlich am selben Abend, nun ist er dann reingekommen und hat gesagt zu mir wir haben so... das sind diese Entzündungsherde im Hirn, die sind so weiße Punkte und das sieht man bei MRT ganz gut.
00:14:11: Die haben wir gefunden, ich traue mal jetzt noch keine Diagnose stellen.
00:14:14: Wir müssen in den nächsten Tagen natürlich einige Untersuchungen machen.
00:14:18: Aber da ist dann auch schon richtig zum ersten Mal die Krankheit MEs im Raum
00:14:22: gestanden Wahnsinn, und das war ein Schlag wahrscheinlich.
00:14:26: Aber ich habe auch großes Glück gehabt weil viele Patientinnen und Patienten die warten auf Jahre lang auf eine Diagnose.
00:14:31: Weil die Krankheit so viel diffuse Symptome hat weißt du?
00:14:34: Das kannst du gar nicht zuordnen.
00:14:37: Wahnsinn!
00:14:38: Und da bist Du aber immer positiv und optimistisch geblieben?
00:14:41: Ja
00:14:42: also ich hab mir dann gedacht naja es könnte MS sein Das kann ja nicht sein, da holt sie irgendwas anderes.
00:14:53: Und dann vier Tage später, ich weiß noch die haben mich von Kopf bis Fuß untersucht also jeden Tag wie viele Liter Blut lassen müssen und am Tag Vier, dass dann ein anderer Orts reingekommen das war sie nur um, der hat sich einfach hingeschoben und gesagt jetzt haben wir alle Ergebnisse zusammengetragen und es tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen, sie haben multiple Sklerose.
00:15:14: Da ist so richtig... Also das war dann so.
00:15:17: der Moment wo's dann einfach klappt hast du jetzt wie ich schon erwähnt habe, das bekannte Luch, dass was sie unternehmert und dann fährst du einfach wo lehrein.
00:15:26: Shit!
00:15:29: Genau so war es.
00:15:30: Und man realisiert das lange nicht, ja?
00:15:33: Man denkt sich da nur weil... Dann kriegst Du natürlich von den Ärzten gesagt Ja aber Es gibt schon gute Therapien und machen sie noch keine Gedanken und so, also das ist schon... Aber natürlich hab' ich auch mal in Dr.Gogel gefragt, ob ich's jeder machen würde Und dann habe ich auch andere Seiten gesehen.
00:15:50: Aber es
00:15:53: ist wahrscheinlich die erste Reaktion?
00:15:54: Ist auch irgendwie ein Schutz, oder dass man das geballte... Man kann's wahrscheinlich gar nicht verarbeiten auf einmal.
00:16:00: Genau also das war wirklich so... Also ich kann sagen für mich die ersten zwei Jahre meines ... mein Nachtdiagnose.
00:16:09: wenn du mir jetzt fragst was ich da gemacht hab oder wie die verlassen sind Ich habe an das kaum noch eine Erinnerung bin ich drauf gekommen.
00:16:16: Krass!
00:16:19: Genau bis zu dem Zeitpunkt eben, wo ich wusste wie gesagt das GFMögen ist immer schlechter und schlechter geworden.
00:16:25: Ich muss mal jetzt eine Zweitmeinung einholen.
00:16:29: Und dann bin ich nach Wien gefahren zu einem derführenden MS-Spezialisten.
00:16:35: Das war eigentlich der zweite schlagende Magen.
00:16:37: ja nicht nur die Diagnose sondern da hat man auch gesagt Frau Gruber So wie das jetzt ausschaut, wären sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren im Rollstuhl landen.
00:16:47: Er hat auch recht behalten aber das war wirklich... Das waren jetzt drückblickend schon viel ärger als eigentlich die Diagnose.
00:16:59: Krass!
00:16:59: Das bietet im Rollstoel.
00:17:03: Auf einmal glaubst du bist nimmer die, die du bist?
00:17:06: Du bist nimer leistungsfähig.
00:17:08: Genau und ich hab dann auch einen für mich, ich sag immer, es sind meine Bullshit-Glaubenssätze.
00:17:14: ja weil das ist so... Ich habe dann für mir ein Bullshitglaubens Satz damals entwickelt.
00:17:18: Krankheit bedeutet Schwäche.
00:17:20: wenn du schwach bist, dann bist nicht mehr leistungssfähig um uns nicht mehr Leistungsweg bis dann kerst irgendwann auch nicht mehr dazu.
00:17:27: Und den hab ich mal sehr sehr sehr lange eingeredet und des war dann schon dass man aus dem wieder rauskommt, das dieses Glaubenssatzmuster.
00:17:37: Das war dann schon ein Hörter und langer Weg.
00:17:40: Weißt du was?
00:17:41: Ich glaube, dass wir den viele haben, dass es vielleicht auch eine Sache unserer Generation ist.
00:17:46: Genau!
00:17:47: Dass wir das so gelernt haben und dass das eigentlich unser aller Aufgabe ist diesen Glauben-Satz herauszubringen absolut,
00:17:55: weil wie gesagt ich kann sagen für mich bin ein Kind der Achtziger.
00:17:59: Ich bin mit einem sehr leistungsbezogenen Glaubenssatz groß geworden.
00:18:02: Wenn ich für was richtig harte Arbeit und leise ich bin und mich da echt bemühen mir eine hat dann kann ich alles schaffen.
00:18:10: das war immer so mein Motto und so war ja die ersten sechsunddreißig Jahre meines Lebens.
00:18:14: es hat ja alles auch immer super prima funktioniert.
00:18:17: und erst dann habe ich gesehen jetzt kann ich mich nur so Bemühen, nur so fleißig sein und anstrengend die Krankheit wieder bleiben.
00:18:25: Der Rollstuhl
00:18:25: ist was unausweichliches ja?
00:18:28: Das heißt das kann ich nicht wegleisten.
00:18:30: Und das war das wirklich ... Ja... Ich würde mal sagen auch eine harte oder bittere Lektion, die ich lernen musste.
00:18:39: Und deshalb hast du wahrscheinlich im Beruf dann erst einmal versucht zu verstecken, oder?
00:18:43: Genau!
00:18:44: In diese Leistungsfähigkeit.
00:18:46: Also das ist so vertrieb, da musst du immer.
00:18:49: Ich vergleicht das immer so.
00:18:52: Da hat es Tage gegeben, du musst in der Frau aufstehen und dann habe ich eine gute Laune-Maske aufgesetzt.
00:18:57: Weil du gestern zum Kunden hin, ja du musst höflich sein, du muss freundlich sein... Du musst empathisch sein, ja?
00:19:04: Es ist so!
00:19:05: Und es hat aber ein Tag gegeben da war man ganz anders zu Mutter.
00:19:09: Ja weil beim Kunden geht's im erster Linie eigentlich nicht um dich sondern um den Kunden.
00:19:14: Genau, dass du musst deine persönliche Geschichte draußen lassen.
00:19:19: Und wie ist das dann gewesen?
00:19:20: Wie du wusstest, jetzt kann ich es nicht mehr verbergen.
00:19:23: Jetzt kann's kein Kreuzband mehr sein.
00:19:24: oder kommen zu viele auf mich zu oder schauen sie zu sehr oder wie ist denn das gewesen?
00:19:33: Ich kann mir da noch erinnern wir waren zwar nach Covid, ich hab schon während Covid das Wägel und so weiter schon benötigt.
00:19:40: ja also das
00:19:41: heißt da habe ich schon und es war nach Covid dann und wir haben dann eine Tagung gehabt Und wir haben uns ja alle lange nicht mehr gesehen, weißt du?
00:19:49: Das war noch immer online gesehen.
00:19:52: Das
00:19:54: war für dich eine gute Zeit.
00:19:56: Ja und ich bin dann nach Covid auf diese Tagung gefahren mit dem Waggall.
00:20:02: Ich sage auch über Waggall weil Füß denken sie das ist so is gut da.
00:20:05: Es
00:20:05: ist ein sehr moderner Rollstuhl.
00:20:09: Sehr moderner.
00:20:12: Da habe ich die Blicke gesehen genau die Reaktionen gesehen.
00:20:19: Ich kann sehr gut Menschen lesen, ich glaube das muss deinem Vertrieb können und ich habe das natürlich gesehen.
00:20:25: Und es war so dieser bekannte Elefante der im Bank standen ist aber jetzt habe ich keiner danach gefragt.
00:20:33: Ist aber auch eine schwierige Sache.
00:20:35: wenn ich jetzt überlege ich stehe gegenüber von dir wir sind jetzt keine Freundinnen sondern nur im Kolleginnen vielleicht auch nicht die besten sondern wir kennen uns flüchtig Wüsste ich ja nicht, ob das jetzt unhöflich ist was zu sagen?
00:20:49: Ich finde... Also das hat mich auch das Leben gelehrt.
00:20:55: Gerade Menschen mit Behinderung wären immer so ein bisschen mit Glashandschuhen angegriffen und das soll es nicht sein, weil ich denke mal viele sind ja auch mit ihrer Behinderungen sehr fein, die leben dieser Hintrag und das kehrt zu einem Leben dazu.
00:21:12: Und warum kann man jetzt sagen, boah!
00:21:15: Darf ich mal höflich fragen?
00:21:19: Was ist mit dir los?
00:21:20: oder was ist dir passiert?
00:21:21: und die meisten, also ich habe noch nie irgendwie jetzt da doch mit einigen Rollstuhl voran schon gesprochen.
00:21:31: Ich glaube echt es ist auch Angst vom Gegenüber das ist gar nicht böse gemeint.
00:21:35: und gerade in der heutigen Zeit wo wir ja wirklich auf unserer Sprache achten und was wir sagen auch wirklich darauf achten, ja nicht diskriminieren zu sein.
00:21:46: Also keine von mir sprechen bin ich noch viel vorsichtiger als jemanden auf Verschwangerschaft ansprechen oder auf eine Gewichtszunahme, Gewichtsverlust ganz wurscht.
00:21:56: und man früher gesagt Du hast aber abgenommen.
00:21:59: Schaut aber toll aus, das darfst du halt fast nicht mehr sagen.
00:22:01: Weißt du was ich meine?
00:22:02: Ja, ich weiß,
00:22:02: was du meinst!
00:22:03: Das ist absolut so.
00:22:05: und wenn man jetzt da denkt zum Beispiel in Vorstellungsgesprächen, wo es ja eher jetzt noch fragen darf oder was nicht fragen darf und was uns diskriminieren ist und nicht diskriminierend ist... Also es ist schon ein bisschen wie im Minenfeld, wo man sich bewegt, also da gibt wieder vollkommen Recht, aber wie gesagt, sie kann jetzt nur von dieser Sichtweise sprechen, Menschen mit einer Behinderung.
00:22:24: Find die gut, dass du sagst.
00:22:25: Ich
00:22:26: bin da vielmehr für alle, die jetzt den Podcast hören.
00:22:30: Man kann da ganz offen und transparent mit dem Menschen sprechen.
00:22:35: Und ich glaube es ist ja die richtige Zeit jetzt dass man offen darüber
00:22:38: spricht
00:22:39: weil das trockt auch natürlich zur Sichtbarkeit von Inklusion bei.
00:22:44: Also dass man nicht immer so diesen Mantel des Schweigens drüber legt sondern wirklich offen auch über das ganze Thema spricht
00:22:52: Und nicht nur über dieses Thema.
00:22:54: Du kannst ja nicht vorstellen, wie das für mich erleichtern war, als ich zum ersten Mal einer wildfremden Person gesagt habe Ja es stimmt!
00:23:03: Ich habe multiple Sklerose.
00:23:05: Das war so ein befreiendes Gefühl und die öfters, dass ich das gesagt hab, du leichtest mir das auch von den Lippen gegangen.
00:23:11: Also das war für mich eher fast eine Befreiung
00:23:13: geschlagen.
00:23:15: War das dann noch bei der Konferenz oder?
00:23:17: Nein,
00:23:17: das war nicht.
00:23:18: Bist
00:23:18: du da heimgefahren ohne dass du mit irgendwem gesprochen hast?
00:23:21: Genau
00:23:21: also ich habe ... es hat dann keiner mich gefragt.
00:23:23: Das ist immer alles sehr nett und höflich.
00:23:25: kann ich dir helfen?
00:23:26: und so, das ist schon kummern ja aber es war nie diese Frage, du Simone was ist jetzt eigentlich wirklich miterloser?
00:23:34: Und die Frage ist nicht gekommen und ich hab sie auch nicht angesprochen.
00:23:38: Also das war wirklich wie gesagt dieser Elefante im Rangstein ist.
00:23:41: jeder hat den gesehen.
00:23:43: Wie lange ist das gang
00:23:44: Naja, ich war fast zehn Jahre in diesem Unternehmen.
00:23:46: Aber solange habt ihr das nicht gesprochen?
00:23:48: Ja,
00:23:48: also fast sieben Jahre.
00:23:49: Ich hab das nie so wirklich öffentlich gemacht, meine Diagnose.
00:23:53: Also da noch der andere hat es gewusst ja... Das waren meine engsten Vertrauten natürlich, meinen engsten Arbeitskolleginnen aber zum Beispiel meine Führungskräfte, da ist auch nie die Frage
00:24:03: gekommen.
00:24:05: Spannend!
00:24:06: Und du hast aber dann auch nichts gefügt, ich muss das jetzt mal sagen.
00:24:10: Ich habe nicht das Gefühl, weil ich wusste... ...ich hab jetzt schon so lange verheimlicht.
00:24:15: Ich hab nicht mehr zurück können, weißt du?
00:24:17: Dass ich jetzt dann mich quasi ute, was jetzt eigentlich wirklich mit mir los ist.
00:24:22: Weil sie haben sich alle gewusst immer.
00:24:24: Krass!
00:24:26: Und es war alles barrierefrei, dass du dich auch bewegen hast können?
00:24:29: Ja
00:24:29: also ich kann ganz normal Auto fahren.
00:24:32: Ich habe damals einen Firmenauto gehabt oder habe immer diese Automatik geschichten.
00:24:37: Das heißt da funktioniert's ganz gut und das ist überhaupt kein Thema.
00:24:41: Aber ja, es war dann schon das eine oder andere Mal mühseliger.
00:24:50: Also jetzt, wenn ich das mit meinem jetzigen Arbeitgeber vergleiche, ist das hundert und eins gewesen.
00:24:55: Genau!
00:24:56: Das waren meine nächsten zwei Fragen.
00:24:57: Hast du dich bei dem Arbeitgebers?
00:24:59: Wie wir uns gehört haben, du hast ihn gewechselt.
00:25:01: Hast Du Dich gesehen und wertgeschützt gefühlt?
00:25:05: Also das war sehr spannend, dass ich vielleicht nur ganz kurz zurückführend, warum ich dann eigentlich gegangen bin.
00:25:11: Ich war eben wie gesagt vor zehn Jahren in dem Unternehmen und wir haben immer wieder so ein paar Doppelbesuchstage mit meiner Vorgesetzten gehabt und hier mal an den Tag vorknommen.
00:25:20: Jetzt bin ich fast sieben Jahre dabei.
00:25:22: und was die bin ja immer diese extra Meilen gegangen weil ich wusste habe ich hundert Prozent reichen, wieviel nimm einer Leistung, sondern muss hundredfuchs Prozent geben, damit sich erst leistungsfähig gesehen werde.
00:25:31: und das habe ich jahrelang ganz gut gemacht.
00:25:34: Und ich will dann dem Tag auch mal ansprechen, du hast zu.
00:25:36: Ich würde jetzt einmal eine Seniorposition haben weil ich finde einfach, ich mache gute Arbeit.
00:25:42: Ich habe diese Leistung.
00:25:43: meine Kunden mögen mich.
00:25:45: Ich hab einen guten Umsatz also warum nicht?
00:25:48: Dann ist dieser eine Satz gekommen und den kann ich mir heute erinnern das war so wie ein Schlag in die Magengrube.
00:25:54: Das liebe Simone, ich sehe dich in dieser Position noch nicht!
00:25:59: Und da wie gewusst... Ich kann nur so hart arbeiten eben, nur so fleißig sein.
00:26:03: Die wird mich nie in der Position sehen weil sie immer nur die Simone im Rollstuhl sieht.
00:26:07: Die nicht perfekte Simone.
00:26:08: und
00:26:09: ich
00:26:10: habe gewusst wenn ich jetzt nicht gehe dann werde ich das nie kennen und da werde ich immer in meiner Komfortzone bleiben.
00:26:15: Die werde ich nicht mehr verlassen.
00:26:18: und ich hab dann irgendwie geschafft auch mit einem Bullshitglamm soll es ein bisschen... aufzulösen.
00:26:26: und auch das Thema, was Milan begleitet hat.
00:26:29: Welches Unternehmen stellt schon eine Pharma-Referentin im Außendienst in Ruistüren?
00:26:35: Wer machten sowas?
00:26:36: Das war immer so diese Annahme, was mich immer so trifft!
00:26:40: Und ich habe dann zur selben Zeit ein Jobangebot bekommen von einer Headhunterin und ich hab dann gesagt okay, ich gehe in das Gespräch mit diesem Unternehmen aber... Gehbehinderung ist jetzt im Röschte.
00:26:53: Für mich ist das kein Problem, aber wenn es für das Unternehmen ein Problem ist, dann brauchen wir gar nicht weiterreden.
00:26:59: und die hat mir nach vor zehn Minuten zurückgerufen und gesagt, dass ist überhaupt kein Problem.
00:27:03: Ich bin da nach Wien gefahren und ich habe eigentlich eine Vorgesetzte gehabt.
00:27:09: also wie kann man erinnern?
00:27:09: Ich bin in dieses Unternehmen rein.
00:27:11: Da ist schon mal Willkommen-Chill gestanden.
00:27:13: Will herzlich willkommen Simone Grober.
00:27:15: oder bin ja noch zur Bewerbungsgespräche hingefahren.
00:27:17: Wow!
00:27:19: Und da hat man einfach mal Qualifikation gesehen.
00:27:21: Da hat man meine Leistung gesehen, da hat mir eigentlich das gesehen was ich gehalten bekomme und für die war das überhaupt kein Thema.
00:27:33: und es ist dann die erste Frage gekommen, was brauchst du jetzt damit du deinen Job super ausüben kannst?
00:27:39: Wie können wir dich unterstützen?
00:27:41: Ich kann mich noch erinnern, ich habe gesagt naja es wäre immer ganz toll für meinen Rollstoß so ein Hebelift, da haben wir ihn gesehen.
00:27:48: Das kann
00:27:48: man hinten im Kofferraum einbauen, ist super unkompliziert.
00:27:51: Es mir bezahlt waren also solche Sachen das war überhaupt kein Thema.
00:27:56: Ah jetzt zum Beispiel immer wieder auf Tagungen und Kongressen Simone brauchst du was?
00:28:02: Ist irgendwie etwas kompliziert.
00:28:04: ja ich sehe es auch bei Kolleginnen oder Kollegen wo ich immer wieder das Feedback kriege.
00:28:09: Du wir musst gar nicht vorstellen kennen ihr seid der Kollegin sonst kommt die im Rollstuhl vertreten macht.
00:28:16: Aber jetzt sehen wir auch ein bisschen die Welt durch deine Augen.
00:28:22: Und ja, ein Stufen ist ein Staufen und wenn man jetzt gemeinsam immer auf Kongressen unterwegs sind oder auf Tagungen und zum Beispiel barrierefreies Restaurantbuchung für den Abend dann ist das WC im Keller wieder?
00:28:38: Dann bin nicht die erste, über sie fürchterlich aufregt!
00:28:41: Das ist spannend, wie da eigentlich Inklusion gelebt wird.
00:28:49: Und vielleicht war es auch von deiner Seite cool in ein neues Unternehmen zu kommen wo du nicht allmählich jetzt was Neues sagen musst sondern wo du die bist,
00:28:59: die Du bist
00:29:01: oder und dann ganz anders auftreten kannst?
00:29:03: Genau!
00:29:03: Ich war super transparent mit meiner Diagnose weil viele natürlich gerade bei MS immer so Fehler nahmen haben oder so ein falsches Bild von der Krankheit haben, wie die Krankheit eigentlich wirklich ist.
00:29:18: Und da habe ich natürlich auch mal seit Aufklärungsarbeit betreiben müssen und das wissen wir nicht.
00:29:23: Also wieder oft mit dieser ALS-Vergleichen, die was tödlich endet.
00:29:30: Es ist aber nicht ja?
00:29:31: Und MS ist eben wie gesagt die Krankheiten in den tausend Gesichtern.
00:29:36: jeder hat eine unterschiedliche... Form da, also unterschiedliche Symptomatik.
00:29:42: Das kannst du ja gar nicht alles sehen wie pauschalisieren und seit die das wissen ist es ganz normal.
00:29:51: Für uns ist das kaum ein Thema.
00:29:55: Und wie gehen die Kunden?
00:29:56: oder wie gingen die Kunden damit um?
00:29:58: Gerade beim ersten Aufeinandertreffen?
00:30:00: Ja, sehr spannend!
00:30:02: Ich habe so witzige Begegnungen gehabt... Ich finde es sehr spannend.
00:30:07: Ich glaube, ich bin ja eben in Österreich.
00:30:09: Sie kennen zumindest keine zweite Pharma-Referente, die im Rollstuhl zu ihren Kunden fährt und das waren dann schon so Situationen.
00:30:16: Du machst da zum Beispiel mit einem Ortsdauß.
00:30:18: Ich warte auf ihn in der Ambulanz und er geht dann aus dem Behandlungszimmer raus und ich bin die einzige, die dort sitzt.
00:30:25: sonst rund um mich ist keiner mehr.
00:30:27: weil das eben schon noch Dienst ist.
00:30:29: Und der geht dreimal bei mir vorbei und dann sage ich, also ich werde es jetzt die da
00:30:33: ist.".
00:30:33: Das sind sie mal ganz erschrocken!
00:30:35: Sie sind das jetzt gerade wenn wir Kunden neu kennenlernen.
00:30:38: aber es ist recht lustig und es passiert auch dann solche Themen wie viele Kunden kennen mich ja schon dass es dir aber einen hohen Wiedererkennungswert hat und gerade in der Pharmabranche was so viel unterschiedliche Unternehmen gibt, so viele unterschiedliche Pharmareferenten Da habe ich doch einen hohen Wiedererkennungswert.
00:30:55: Das ist die Frau Grober, alles klar!
00:30:58: Jeder kennt das schon und recht lange warten muss ich meistens auch nicht.
00:31:03: Ja, das hat den Vorteil sozusagen.
00:31:06: Super!
00:31:06: Und ich meine du hast ja die beste Expertise weil du rätst nicht über was wo du nie gefühlt hast?
00:31:16: Genau.
00:31:16: Also es ist wirklich... also ich sage immer Fluche und Segen gleichzeitig.
00:31:22: Danke für diese spannenden Einblicke.
00:31:25: Ich möchte jetzt zum Thema Sichtbarkeit überwechseln, aber da bleibt man ganz nah dran!
00:31:32: Ich möchte von dir wissen, gab es denn mal einen Moment in dem du gerne unsichtbar gewesen wirst?
00:31:38: Ja, definitiv nach der Diagnose.
00:31:43: Und ich habe ja auch die ersten zwei Jahre, kann ich sagen ... Wie gesagt, ganz wenigen erlesenen Menschen in meinem Leben überhaupt das mitgeteilt.
00:31:51: Also aus meinen Familienumfeld und aus meinem Freundeskreis weil ich wollte eben nicht aus die Symone gesehen werden, die jetzt diese Krankheit hat nur mehr aus die Simone gesehen werden die diese Krankkeit hat und ich Angst hatte, dass sie mir die Menschen jetzt komplett anders betrachten.
00:32:11: Und das war der Moment, wo eigentlich unsichtbar sein wollte und eigentlich so ein bisschen unter den Rad auflegen wollte.
00:32:18: Das war da die Zeit, wo dann eine Covid kam oder
00:32:20: was?
00:32:20: Genau!
00:32:20: Das waren die Diagnose ... Covid war für mich eigentlich gar nicht so schlimm.
00:32:29: Da habe ich mir etwas abgrenzen können.
00:32:34: Viele sagen, es war das Schlimmste für einen.
00:32:36: Aber ich habe gesagt, dass wir vor ein paar Bitteln auch zur Ruhe kommen können.
00:32:41: Ganz gut!
00:32:42: Und jetzt ist krasse Gegenteil – was war dein größter Sichtbarkeitsmoment?
00:32:49: Der größte Sichtbarkeitsmoment sich in der letzten Zeit war er sich zum ersten Mal eine Kinot auf einer Bühne halten durften.
00:32:56: Müsst man dazusagen du bist jetzt Kino-Speakerin, eine frisch gebackene.
00:33:03: weil ich halt einfach jetzt diesen Dranger habe auf die Bühne zu geben,
00:33:08: mit
00:33:10: meinem Thema Menschen Mut zu machen Unternehmen auch also ganz wichtig einmal darüber zu informieren dass das Ich sage immer, mein Lebensmodus heißt ja es gibt alles nur eben ein bisschen anders.
00:33:24: Das ist so das Motto nach dem ich lebe und ich glaube das ist ja ganz wichtig dass man das Unternehmen einmal kommuniziert, dass es ganz viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt die vielleicht eine Behinderung haben oder eine temporäre Behinderungen noch haben weil ich glaube jeder der vielleicht schon mal einen Orgen Bandschein vorfekoppt hat weiß wie das ist was sich nicht bewegen kann und einfach da eine Erwärmnis auch
00:33:48: schaffen.
00:33:49: Das ist mir ganz, ganz wichtig.
00:33:50: Und dann standest du auf dieser Bühne und warst wahrscheinlich seelig dass das Absicht vergaust?
00:33:58: Absolut!
00:33:58: Das ist
00:33:58: natürlich das Feedback war bombastisch.
00:34:01: also das muss man schon sagen.
00:34:02: was mich besonders immer freut wenn ich jetzt da auf einer Bühnen stehe und über mein Thema spreche eben das Menschen dann auf mich zukommen und sagen boah das hat mich wieder ein bisschen zum Nachdenken gebracht, weil diese Diagnose was du kriegt hast oder das kann uns alle treffen jeden Tag.
00:34:22: Das ist jetzt nicht wo irgendwer gefeiert ist davor, es kann uns allen treffen.
00:34:27: und ja das bringt viele dann ernsthaft einmal zu überlegen und das finde ich immer ganz toll.
00:34:37: Ja, das kann ich nur bestätigen.
00:34:39: Als Kinderotzbickerin, wenn danach Menschen auf dich zukommen und sagen du hast etwas in mir bewegt?
00:34:44: Du hast mich zum Nachdenken gebracht!
00:34:46: Du hast für mich vielleicht sogar geheilt oder positiv gemacht.
00:34:51: Schön.
00:34:52: Es
00:34:52: ist wunderschön.
00:34:54: Das ist eigentlich für das brennlich und für das mache ich das.
00:34:59: Wie bist denn du auf die Idee gekommen, auf Bühnen zu gehen?
00:35:03: also gab es da irgendeiner Vorbild in Sachen Sichtbarkeit?
00:35:07: Oder ist das aus dir selber gewachsen?
00:35:10: Wie kam der Wunsch?
00:35:13: Der Wunsche ist eigentlich gekommen.
00:35:14: Das habe ich immer wieder an meinen Menschen angesprochen und gesagt, du weißt ja ... Du bist so ein Vorbild auf für gewisse Menschen.
00:35:23: Ich würde es vielleicht auch mehr kommunizieren.
00:35:26: Und ich hab dann aber gedacht was soll ich denn jetzt großartig kommunizierend?
00:35:31: Und das kann man nur erinnern, das war letztes Jahr.
00:35:33: Da hatten wir von meiner Firma aus eine Tagung und da ist ein Speaker.
00:35:40: Wir landen immer wieder unterschiedliche Speakers ein was ich mir ganz toll finde und da haben wir den Ali Malochi eingeladen.
00:35:46: Der Ali hat damals seine Geschichte erzählt und ich glaube, die kennen sehr viele in Ali.
00:35:52: Großartige Kollege her!
00:35:53: Großartiger Speaker... Ja, der hat dann seine Lebensgeschichte, die mich sehr berührt hat auch und wo ich mir dann irgendwann mal so beim Heim fahren eigentlich gedacht habe.
00:36:06: Moment einmal!
00:36:07: Da alle oder Geschichte?
00:36:08: Ihr war
00:36:09: Geschichte?!
00:36:11: Ich würde das auch gerne machen... Und das war so die Initialzündung dafür dass ich gesagt hab' ich will auf die Bühne.
00:36:19: Also es hat mich so tief bewegt da und inspiriert heran Dass ich gesagt, nein, ich muss auch mit meiner Geschichte auf die bühne.
00:36:26: Ich möchte eben genau Menschen Mut machen, ich möchte die Menschen sagen.
00:36:31: Eben wie gesagt aber es geht alles noch ein bisschen anders ja?
00:36:34: Aber
00:36:35: das muss die Message aussehen!
00:36:38: Da muss ich dir einen riesen Kompliment machen.
00:36:40: du warst auf der Let's Get Visible Bühne bei unserer Stage Night und du hättest eine Federfallen hören können.
00:36:47: Die Leute waren dir so an den Lippen gehangen.
00:36:51: Sie haben dich gefeiert also Du bringst es auch großartig rüber verbreitet sehr viel Positivität und Mut.
00:36:59: Und herzlichen Glückwunsch, ich bin mir ganz sicher du wirst noch viele Bühnen schmücken!
00:37:04: Das
00:37:04: würde mich natürlich sehr freuen.
00:37:05: und danke auch auf das Kompliment von dir.
00:37:07: Es ist ein ganz tolles zu hören weil wir gefreiten es immer wieder.
00:37:12: Und genau um das geht's.
00:37:13: Ich will einfach Identität auf der Bühne haben.
00:37:22: dann öffnet man sich natürlich auch sehr persönlich.
00:37:25: Und das ist ja ganz wichtig, dass wir diese Emotionen auch zulassen.
00:37:29: Das
00:37:29: ist sowas, was ich sage.
00:37:31: Absolut wichtig!
00:37:33: Ja und einfach dieses Vorbildsein für andere.
00:37:36: verstecken wir uns einmal nicht für das, was uns so beschäftigt wo wir vielleicht auch glauben, dass es schlecht wäre zu sein oder zu haben, dass man wirklich sagt, das bin ich und so bin ich?
00:37:49: Egal wie ihr seid... Ihr werdet was Positives daraus machen, oder?
00:37:53: Genau.
00:37:53: Das geht's mal so.
00:37:54: Mein Thema ist ja auf Bühnen das Thema Selbstführung weil ich denke wir haben Alle, ganz egal.
00:38:03: Ich habe noch nie einen Menschen kennengelernt der noch nie irgendein Schicksal schluckte.
00:38:06: Also das heißt wir haben das alle und ich denke mal ist es jetzt die Diagnose bei mir oder eine Trennung zum Beispiel?
00:38:13: Oder ein Jobverlust, wo es um existenzielle Themen geht.
00:38:17: jeder hat sein Thema in dem Leben und es ist vollkommen okay liegen zu bleiben wirklich einmal zwei Jahre wie es bei mir war in einem Wartemodus zu gehen warten auf dass das irgendwo herkommt und sagt ihr habt jetzt die Lösung für dich.
00:38:31: Das Thema ist, es wird keiner kommen.
00:38:33: Du musst schaffen, dass du wieder alleine aufstehst.
00:38:36: Das kann ich jetzt schon mal verraten.
00:38:37: Also da kommt keiner.
00:38:39: Unterstützung ist immer super, Familie und Freunde usw.
00:38:42: Ganz wichtig aber es wird keine kommen.
00:38:46: Und dann wieder aufzustehen und sagen okay und jetzt packt das an!
00:38:50: Und wenn's so nicht geht, muss es anders
00:38:52: gehen.
00:38:52: Es ist ganz
00:38:54: wichtig.
00:38:55: Ich finde, da ist es wichtig Menschen zu hören die davor ausgegangen sind obwohl sie die eigene Erfahrung nicht ersetzt.
00:39:01: Da muss man selber durch.
00:39:05: Aber trotzdem eben diesen Mut zu machen und sagen auch zu, die Glaubenssätze haben wir alle.
00:39:14: Jeder hat seine Glauben-Sets und ich nenne das immer irgendwie gesagt, das sind die Bullshit-Glaubenssetzen, die wir alle bei uns verabredet haben.
00:39:21: Aber einfach sicher mal die Frage zu stellen stimmt es wirklich?
00:39:26: oder glaube ich das nur?
00:39:28: Weil ich das eh schon so lange geglappt habe!
00:39:31: und weil ich das schon so lange in mir verankert habe.
00:39:35: Wenn man sich das immer wieder mal fragt, dann bekommt man einmal zu der Lösung die Verpuffung ganz schnell die Glaubenssätze.
00:39:43: Voll!
00:39:43: Und weiß was ich halt immer dazu für mich selber denke oder auch meinen Coaches rate?
00:39:48: Ich sage immer wir überlegen so viel was andere über uns denken.
00:39:53: aber überlege mal du selber wieviel du über anderen nachdenkst.
00:39:58: Denkt doch jeder erst einmal über sich selber nach und hat gar nicht so viel Energie, dass der jetzt aufsteht in der Früh.
00:40:04: Und denkt die Simone was die Simone gesagt oder wie sie jetzt arbeitet oder so.
00:40:08: Das tut ja eigentlich gar keiner.
00:40:10: Also diese mal ein bisschen hinten anstellen was andere denken mach erstmal dein eigenes Leben.
00:40:15: wir sind nicht so wichtig das die anderen ständig an uns denken oder?
00:40:18: Genau!
00:40:20: Das ist absolut der genau zu deiner Meinung.
00:40:24: auch Ich glaube, wir sind einfach immer unsere größten Selbstkritiker.
00:40:30: Und ich habe gar nicht die Zeit dazu, dass ich mir dann so viele Gedanken über jeden anderen mache.
00:40:35: und das war immer so das Thema auch mit der Bühne.
00:40:39: Ich sagte, naja was werden sich die Leute denken oder so?
00:40:43: Viele denken sie!
00:40:44: Das hat mich da alle damals mal gesagt... Die würden sich gar nicht auf die Bühne tragen.
00:40:49: Du wirst
00:40:50: so eine
00:40:51: andere Perspektive einnehmen.
00:40:54: Und selbst wenn es irgendwem nett gefällt, was du machst?
00:40:57: Dann denkt er das in dem Moment.
00:40:58: vielleicht erzählt er es noch und dann ist wieder vorbei und dann gehts weiter.
00:41:01: Genau!
00:41:01: Und du kannst nicht jedem
00:41:03: gefallen.
00:41:03: Das funktioniert nicht.
00:41:05: Also
00:41:06: das ist schlimm.
00:41:06: Jeder hat einen unterschiedlichen Geschmack.
00:41:08: Jeder springt auf unsere viele Themen an und so ist das ja.
00:41:13: Wo bist du denn aktuell sichtbar?
00:41:17: Ich komme gerade in die Sichtbarkeit.
00:41:19: Also ich war natürlich auf dem Bühnen, also ich war jetzt letzte Woche auf den Tegra-Messe auf der Bühne.
00:41:26: im Herbst bin ich am Rethink Diversity Congress in Wien, also da darf ich auch auf die Bühner, also so kleinere Geschichten...
00:41:36: Jetzt werden sich ganz viele Fragen und wie kommst du?
00:41:38: Wenn du sagst, du bist doch jetzt ganz frisch dabei!
00:41:40: Wie kommst Du schon auf die
00:41:41: Mühnen?!
00:41:41: Was hast du getan?
00:41:44: Ich habe mich natürlich auch informiert.
00:41:49: Wer ist jetzt da in Oberösterreich zum Beispiel, wenn man das jetzt nimmt?
00:41:54: Wer kann mir eine Sichtbarkeit geben?
00:41:56: Darum war ich auch bei dir eben auf der Letzged Visible Stage Net weil ich gewusst hab dass es ein ganz tolles Format und dann kann auch in Sichtbarkeit gehen, weil da sehr viele interessante Persönlichkeiten im Publikum sitzen und so ist es auch.
00:42:11: Also man wird da gerade das Speakerin oft über Mundpropaganda empfohlen.
00:42:15: also das rennt sehr viel über dieses.
00:42:17: hey ob die Simone kehrt.
00:42:18: wäre das nicht super?
00:42:20: Wird die net bei euch irgendwo in der Format rein passen
00:42:22: oder so?
00:42:23: Ja Sichtbarkeitschaft
00:42:25: schafft sichbarkeit und viele kleinen Bühnen schaffen dann die großen Bühne wie wir das kennen.
00:42:30: ich habe jetzt da angefangen ein bisschen auf LinkedIn was zu machen und auf Instagram.
00:42:35: Das sind meine Themen, wo jetzt der Beloschala seine Sichtbarkeit
00:42:41: kommt.".
00:42:42: D.h.,
00:42:42: du machst Social Media?
00:42:43: Du schaust nach Bühnen...
00:42:46: Genau so ist das momentan.
00:42:49: Bist du auch eine große Netzwerkerin?
00:42:51: Das habe ich so witzigerweise erst zu das letzte halbe, dreiviertel Jahr gestartet.
00:42:55: Weil ich immer für Unternehmen gearbeitet hab die in Wien meistens gerade die Pharma-Unternehmens haben eine Hauptsitzin Wien in Österreich.
00:43:03: D.h.,
00:43:03: sie hat gar nicht so ein uberösterreicher Netzwerk gehabt,
00:43:06: wirklich ein großes.
00:43:07: aber was jetzt sehr spannend ist, dass jeder kennt den!
00:43:11: Und
00:43:12: wenn die dann mal wie auf der Bühne hört, sagt er, du weißt ja ich kenne da wen.
00:43:16: Ich connecte dich einmal.
00:43:18: Natürlich musst du den Schritte gehen und den aktiv anschreiben oder sagen hey wollen wir uns nicht einmal auf einen Kaffee treffen?
00:43:23: Oder wollen wir nicht einmal an ein Teamscall machen oder so.
00:43:28: aber das ist voll spannend wie sich das dann eigentlich soweit enttäuscht.
00:43:32: Ein kleines Lauffeuer.
00:43:34: Aber dran bleiben muss man.
00:43:36: Absolut also das ist wichtig und Netzwerk ist natürlich auch ganz ganz wichtig.
00:43:42: Gibt es denn auch Herausforderungen, die du hast mit der Sichtbarkeit?
00:43:48: Ja schon.
00:43:50: Und das haben wir jetzt genau bei dem richtigen Thema.
00:43:53: Mit dem Struggle ich gerade ein bisschen und wo ich sage... Ich bin erwähnt mein Thema Selbstführung und viele sehen mich halt als die Frau im Rollstuhl.
00:44:03: Das ist so ein bisschen das Thema ... Ganz wichtig, das ist halt mein Thema was ich habe ja die MS und der Rollstuhl.
00:44:13: Aber ich denke mal es gibt so viele andere Themen auch wo meine Kino zu passen also gerade das Thema Selbstführung.
00:44:21: Und da sind nicht immer in diese totale Inklusion Schublade geschoben
00:44:27: weißt
00:44:28: du?
00:44:28: Sondern ich bin für Steffi stärker, Steffis Selbstführungen.
00:44:32: Das ist mein Herzensthema
00:44:36: Und das wird aber sicher Aufgabe bleiben für dich, dass immer wieder sichtbar zu machen, dass du nicht nur das eine bist.
00:44:45: Ich kenne es auch bei meinen Themen.
00:44:47: Ich sage ich mache auch das und ich mach auch das sehr und dass die Leute das verstehen weil oft speichern sie sich einfach mal ganz schnell ab und du bist in der Schublade, bei dir natürlich noch ganz offensichtlich die Schublada immer vorgeführt weiß ich mein?
00:45:00: Das ist natürlich nicht so einfach, aber dran bleibt oder?
00:45:02: Genau!
00:45:03: Also es ist eine ganz so spannende Reise, die für mich jetzt eben vor kurzem erst gestartet hat und aber ich hoffe dass sie noch ganz lange weitergehen wird.
00:45:12: Da bin ich überzeugt und dazu wünsche ich dir ganz viel Glück!
00:45:15: Liebe Simone wir haben lange gesprochen.
00:45:18: das war ein sehr sehr spannendes Interview und ich freue mich schon auf das Feedback der Hörerinnen und hoffentlich auch der Höhrer.
00:45:25: Magst du noch so zum Schluss so eine kleine Weisheit oder irgendein Appell irgendwas rausschicken?
00:45:33: Etwas Liebe... oder Mut machen das, dass die Leute, die das jetzt gehört haben, den Tag positiv weiterleben können?
00:45:43: Also ich denke mal gerade wenn du jetzt den Tag ansprichst und positiv, wenn man da früh aufsteht.
00:45:48: Und sie denkt der Tag ist nicht da... Ist halt vielleicht auch, ich sage jetzt einmal ein schlechter Tag.
00:45:55: Morgen scheint die Sonne wieder neu, morgen geht die Sonnen wieder neu auf und genau das ist es.
00:45:59: Also jeder Tag kannst du jeden Tag entscheiden wie du dein Leben gestaltet bist.
00:46:04: was für ein schöner
00:46:05: Schlusssatz.
00:46:06: Vielen herzlichen Dank Simone Gruber!
00:46:09: Danke schön,
00:46:09: danke Und ich freue mich riesig, denn es ist bald wieder soweit.
00:46:14: Das Let's Get Visible Festival nähert sich in großen Schritten.
00:46:18: das größte Female Empowerment-Festival Österreichs findet am zwanzigsten November im Linser-Prucknerhaus mit tausendfünfhundert Teilnehmerinnen statt und wir freuen uns wenn möglichst viele Frauen und auch Männer zu diesem Festival der Weiterbildung kommen.
00:46:38: Es wird ein genialer Tag mit drei Bühnen, mit viel Infos, mit viele Keynotes, Panel Talks, Workshops – alles was du aktuell
00:46:47: für dich
00:46:48: und dein Arbeitsleben brauchst um vorzukommen!
00:46:51: Also seid dabei und holt euch jetzt schon das Ticket unter www.letsgetvisible.at.
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